Vor mehr als 400 Jahren hängten Jäger bunte Tücher in die Wälder, um dann bei Treibjagden das aufgescheuchte Wild einzukesseln. Doch leider den gingen Jägern immer mal wieder einige Tiere durch die Lappen ...
Jemanden einen Korb geben
Wollte im Mittelalter eine Jungfer einen Bewerber abweisen, liess sie Korb mit durchlöchertem Boden herab. Beim hochziehen fiel der Bewerber durch. Manche Jungfern schickten sogar einen Korb ohne Boden - das war dann eine “bodenlose Frechheit”!
Mit allen Wassern gewaschen sein
Heute bedeutet diese Redewendung> Jemand ist gewieft - gerissen! Damals bezog sich dies aber auf Seefahrer, die schon alle Meere bereist haben. Man war mit allen Wassern gewaschen, wenn man besonders welterfahren war.
Ins Fettnäpfchen treten
Ursprünglich stand zwischen Haustür und Ofen immer ein Fettnäpfchen. So konnten nasse Schuhe von Besuchern eingefettet werden. Trat jemand aus Versehen ins Näpfchen, gab es Spuren auf dem Boden - und eine zornige Hausfrau ...
Einem nicht das Wasser reichen können
Im Mittelalter assen die Adeligen mit den Händen. Kleine Jungs mussten ihnen vor und nach dem Essen kniend eine Schüssel Wasser reichen. Dies galt als niederer Dienst. Konnte jemand das Wasser nicht reichen, war er zu rein gar nichts zu gebrauchen.
Mit allen Wassern gewaschen !
Ins Fettnäpfch en treten !
Von Tuten und Blasen keine Ahnung haben!
Das waren sehr leichte Tätigkeiten im Mittelalter: von Hirten als Ruf für das Vieh und von Nachtwächtern, die mit dem Horn die Stunden ausriefen. Beides waren Menschen, die man für recht dumm hielt.
Im Stich lassen!
Diese Redewendung kommt aus der Zeit der Ritterturniere: Damals musste jeder Knappe seinen gestürzten Ritter so schnell als möglich aus der Gefahrenzone ziehen. Schaffte er es nicht, liess er ihn für den nächsten Stich liegen.
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